nuits sans nuit
(nachgetragen)

Ich träume von einer
Robinie, einem Gewächs, von dem ich real keinerlei Ahnung hatte, wie es aussieht, entspricht aber exakt dem Bild... An deren Stamm in der Erde ist ein Deckel, den ich öffne. Eine junge Frau schaut mir zu und bestätigt mich in meinen Handlungen, sie nickt. Unter dem Deckel ist in der Erde eine Art Grube, die mit Wasser gefüllt ist und einige Wasserhähne schauen heraus, die ich zudrehe. Das Wasser läuft irgendwo nach unten hin ab, ich lege persönliche Gegenstände einer mir nahestehenden Person in diese "Höhle" und verschließe den Deckel wieder. Ich wohne bei der Frau, es ist das Haus mit mehreren Etagen, in deren Mitte jeweils die Treppe nach oben verläuft (ähnlich wie in einem Kaufhaus), die Flure sind groß und wohnzimmerartig, die Zimmer außen herum. Das Haus kam bereits in mehreren Träumen vor, ich war aber noch nie dort. Zähneputzen auf dem Flur, dort hängt ein Waschbecken...
ich singe neu in einem kleinen Vokalensemble mit. Da dort auch Tangos, Flamencos und jazzige Dinge gesungen werden, werden mir zunächst keine Noten vorgelegt, sondern (journalistische!) Texte und Artikel, die diese Musik behandeln. Ich soll diese lesen und dabei "in den Rhythmus" kommen, d.h. die Musik empfinden. Heraus kommt eine Art Hip-Hop-Lesung von Weltmusik, ich sitze lesend und mich verrenkend am Tisch und versuche in den "Tritt" zu kommen.
derzeit nur selten Träume und fast nur Einzelbilder
a) ich fahre im Auto mit M.
b) ich lese einen furchtbar schlimmen Artikel über einen Chor, in dem ein Termin angekündigt ist, an dem "auf dem Friedhof ein Kranz für den Chor niedergelegt werden kann"
c) ich bin in Südafrika in
Sun City und schaue mir dort Katakomben an, in welchen die Anlieferung für die Hotels stattfindet und die Personalräume sind. Sozusagen die Wirklichkeit unter der Illusion.
(nachgetragen)
I - Ich fahre einen Lastwagen in W. eine Straße hinunter. Rechts neben mir in einer Busspur fährt ein Bus los und blinkt, um auf die Fahrspur zu wechseln. Ich will den Bus reinlassen, trete im Fußraum die Pedale und erreiche aber die Bremse nicht, stoße mit der rechten vorderen Seite des LKWs mit dem Bus zusammen, der unbeeindruckt weiterfährt.
II - (unmittelbar im Anschluss) der Lastwagen ist weg, ich gehe zu Fuß zu einem Haus, in welchem in einem völlig leeren Zimmer M. mit einem großen Essen dasitzt. Außer dem gedeckten Tisch und zwei Stühlen ist nichts darin, die Wände weiß. Ich gehe aber in einen Nebenraum, ebenfalls leer bis auf einen Tisch mit einem Computer. Ich arbeite am Bildschirm, spüre, dass draußen ein Gewitter naht. Links neben mir an irgendwelchen Geräten und Steckdosen befindet sich eine Leiste mit Warnlampen, die plötzlich (Augenwinkel) alle rot aufleuchten. Ich schaue nach links ins Fenster und werde augenblicklich von einem enormen Blitz getroffen/geblendet, der Stromschlag verursacht vor allem ein lautes Kurzschlußgeräusch.
III - Ich bin mit zwei Damen auf einer Fahrradtour. Im Quartier treffen wir auf den "Organisator" der Fahrradtour, der die beiden Damen für den morgigen Tag (der übrigens in Wiesbaden starten soll) von der Tour ausschließt, mich aber nicht. Auf dem "Tourplan" streiche ich daraufhin wutentbrannt meinen eigenen Namen ebenfalls durch.
Ich erhalte einen Brief einer Person, die eine höchst negative Rolle in meinem Leben spielt. Der Brief scheint sich auf ein familiäres, trauriges Ereignis der letzten Zeit zu beziehen und ist in Langversen geschrieben, eine Art riesiger Sonette. Ich überfliege den Brief, da ich mich nicht in der Lage sehe, den wirklichen Inhalt lesen zu können, und werfe ihn durch das Zimmer in eine Ecke. Schreie.
Marathonlauf. Ich laufe konzentriert im hinteren Drittel mit, um später im Rennen anzugreifen. Dabei überhole ich mühelos einige hundert Läufer und setze mich vorne an der Spitze ab. Den Rest der Strecke laufe ich alleine, wundere mich aber über die merkwürdig abgestreckte Strecke, die im Zickzack in Straßen führt, wo überhaupt kein Publikum mehr ist. Schließlich sehe ich durch Häuserschluchten hindurch den Pulk in der Ferne vorbeilaufen und erkenne langsam, dass man mir einen falschen Parcours gewiesen hat. Ich bin aus dem Rennen.
Ich schlafe, ebenfalls im Traum. Als ich im Traum die Augen aufschlage, hält man mir ein Plakat vor die Nase: Konzert, ich hätte eine Uraufführung. Ich schaue auf die Uhr, das Konzert hat gerade begonnen, 20 Uhr. Eher widerwillig lasse ich mich überreden und radel zum Konzertort (Wuppertaler Stadthalle). Als ich eine Viertelstunde später ankomme, hat das Konzert noch nicht begonnen, denn der Saal ist überfüllt und immer noch drängen Leute herein. Ich suche mir einen Platz (Hinhocken irgendwo), viele Bekannte, die mich grüßen. Mein Stück beginnt, ich erkenne es wieder. Doch nach ein paar Minuten unterbricht der Schlagzeuger und erklärt Passagen aus dem Stück. Das Publikum ist offenbar informiert, interaktiv singt es auf Anleitung des Schlagzeugers einige Textpassagen mit ("iiiiaaaah-ooh"). Verwundert lasse ich alles geschehen. Das geht eine längere Zeit so, ich lese im Programmzettel noch von weiteren Uraufführungen anderer Komponisten. Eine ältere Frau neben mir rennt weinend raus, ihre Bekannte versucht sie draußen zu beruhigen. Ich folge den beiden, höre, wie die Frau klagt, es käme doch noch die "Matthäuspassion", wie sie das aushalten würde, es sei doch alles viel zu lang. Ich erkläre der Bekannten, dass es sich nicht um Bach handelt, sondern um ein kurzes Tanztheaterstück über die Passion eines spanischen Komponisten, es heißt "Rosmarin". Der Bekannten übersetze ich Teile aus dem Programmzettel, um ihr zu erläutern, dass noch weitere Stücke aus Ghana und Japan erklingen. Überraschenderweise kann ich das in den Landessprachen abgefasste Programm übersetzen und sogar die japanischen Zeichen lesen. Als ich in den Saal zurückkehre, ist mein Stück gerade vorbei, das Auditorium befindet sich im gemütlichen Murmeln vor dem nächsten Stück. Einige wenige erkennen mich und applaudieren nochmal. Ich gehe nach vorne, um den Musikern zu danken und stelle fest, dass hinter dem Ensemble große Regale mit Gemüse und Kräutern stehen. Auch diesen Pflanzen scheint das Stück gefallen zu haben, als ich vorbeigehe, nicken sie mir zu, die Kräuter schwanken leicht vor Genugtuung.
[derzeit offenbar wieder eine intensive Phase]
Ich bin in W., in der alten Wohnung, gemeinsam mit meiner Mutter. Draußen tobt ein Gewitter, das ich in dieser Stärke noch nicht real erlebt habe, die in den Garten einschlagenden Blitze sind baumstammdick. Ich soll im Dachgeschoss die Fenster schließen, dort wirbeln durch den hereinziehenden Sturm Gegenstände durch die Zimmer. Ein Blitz trifft das Haus offenbar derart, dass ich mich beim Fensterschließen für eine Ewigkeit (Sekunden) inmitten einer Trafostation wähne, um mich herum starkes Summen und Vibrieren. Der darauf folgende Donnerknall läßt mein linkes Trommelfell zerplatzen.
nur noch Bruchstücke:
ich bin Gast einer Hochzeitsgesellschaft, die aus unerfindlichen Gründen einen Flug antritt. Im großen Pulk geht es zum Gate, der Verbindungsweg besteht allerdings bei diesem Flughafen nicht aus Gängen und Rolltreppen, sondern aus lebensgefährlich steilen Rutschen. Das macht das ganze beschwerlich, auch Torten, die Ringe, Geschenke müssen in die Rutsche. Das Rutschensystem selbst ist so ineinander verschachtelt, dass man ständig neben und über sich Gegenstände und Menschen vorbeisausen sieht. Eine Mechanik (eine Art Schlitten), in welchem man sich liegend einpassen soll, hilft in der Bahn zu bleiben. Durch meine Unbeholfenheit zerstöre ich dieses Ding aber gleich beim Einsteigen und rase los. Unterwegs nehme ich nur noch wahr, dass es auch Zuschauertribünen für dieses Spektakel gibt. Mir wird zugewunken. Als die Szenerie dann zur eigentlichen Hochzeit in einen Prunksaal wechselt, erfolgt abrupter Abbruch durch Weckerklingeln.
Drei Episoden. Zunächst beobachte ich meine Mutter aus einem Zimmerfenster, wie sie unten Passanten anbettelt. Im zweiten Traum wird mein Hund krank, ähnlich einer Epilepsie fällt er oft um, hat Gleichgewichtsprobleme. Als ich damit zum Tierarzt gehe, wird dieser Fall in einer Art Vorlesung behandelt, etwa zwanzig angehende Ärzte schauen zu. Ich werde wütend, weil ich eine Behandlung will und keine Lehrveranstaltung. Abbruch des Traumes, stattdessen Nummer drei: ich fliege eine Lufthansamaschine mit einem Teil des Chores nach Hause. Parallel fliegt eine zweite Maschine mit dem Rest des Chores. Gefahrensituation, als ein Düsenjäger erscheint und zwischen uns meint Loopings drehen zu müssen. Bei der Landung verpasse ich irgendwie die Landebahn und ziehe nochmal hoch, nehme dann eine Wiese ein paar hundert Meter weiter. Ich bin das einzige Besatzungsmitglied, ein Flughafen ist nicht in Sicht, daher händige ich jedem Reisenden seinen Koffer persönlich aus.