nuits sans nuit
Man beschuldigt mich, von einer Veranstaltung mit Buffet zwei Teewagen gestohlen zu haben. Ich weise die Vorwürfe als absurd zurück, wie hätte ich die Teewagen aus dem Zimmer geschweige denn nach Hause schaffen sollen. Man besteht weiterhin darauf, ich wäre es gewesen. Ich frage nach Beweisen. Statt einer Antwort wird mir der Prozess gemacht.
(Nachtrag)
Ich beobachte durch eine Kamera eine Straße und sehe, wie ein Radfahrer rasend schnell auf einen Papiercontainer zusteuert. Ich zoome. Er springt vom Rad aus durch die Öffnung. Ein Mahlwerk setzt sich in Gang, die Kartonagen werden durchgewirbelt. Mehr nicht. Ende.
(Nachtrag)
Ich habe eine Prüfung zu schreiben. Ich erhalte zwei Blätter mit Fragen und zwei "Für Sie"-Zeitschriften, die ich zur Erarbeitung der Lösungen brauche. Die Fragen sind zum Teil Wissensfragen, zum Teil persönliche Fragen, bei denen ich etwas erzählen soll. Zur Prüfung bin ich nicht in der Schule, sondern (switch) in einem Vorgarten eines kleinen hübschen Hauses, dort sitze ich auf einer Bank unter einem Vordach, betrachte die Idylle und die Blumen und bemerke, dass ich mich in Frankreich befinde, alle Passanten sprechen französisch. Ich mache mich an die Arbeit und löse die Aufgaben, stelle aber fest, dass ich viel zu knapp dran bin. Da ich um sechs abgeben soll, beschließe ich die Blätter zu faxen und reise diesen (switch) selbst hinterher, zurück in die Schule. Frau R. nimmt die Blätter entgegen, es scheint alles richtig zu sein, beruhigtes Ende.
XXVI: ich gebe einen Klavierabend, von H. kommentiert, lauter unbequem-unbekannte Stücke aus den 20er-Jahren.
XXVII: ein Chorkonzert steht an, ich bin zu spät aufgestanden, das Anziehen, Herrichten, Notensuchen dauert viel zu lange, die Zeit drängt, da klingelt es, ein älterer Herr wünscht sich in meiner Bibliothek umzusehen und Bücher zu erwerben, ich komplimentiere ihn hinaus. Endlich draußen auf dem Rad hetzend (mein Glück wird ein Orgelstück sein, das vor dem Chorauftritt platziert ist), gerate ich mitten in zwei Demonstrationszüge und muss mich durch die Massen kämpfen.
XXVIII: M gestorben. Grauenhaft.
bereits vor fünf Tagen gewesen, nachgetragen. Doppeltraum.
Teil 1) Ich höre mir Reden eines bekannten, erfolglosen
Politikers an. Ich scheine der einzige Zuhörer zu sein und sitze direkt vor dem Rednerpult.
Teil 2) Ich sitze in einem riesigen Raum inmitten von ca. 200 Stapeln mit "Kros", "Zeug", bekomme aber anstelle der Perspektive, mittendrin zu sitzen, die Draufsicht und sehe, dass die oberste Lage jeweils eine andere Farbe hat, sodass die Draufsicht zu einem blendenden, chaotischen Farbenrausch wird.
(nachgetragen)

Ich träume von einer
Robinie, einem Gewächs, von dem ich real keinerlei Ahnung hatte, wie es aussieht, entspricht aber exakt dem Bild... An deren Stamm in der Erde ist ein Deckel, den ich öffne. Eine junge Frau schaut mir zu und bestätigt mich in meinen Handlungen, sie nickt. Unter dem Deckel ist in der Erde eine Art Grube, die mit Wasser gefüllt ist und einige Wasserhähne schauen heraus, die ich zudrehe. Das Wasser läuft irgendwo nach unten hin ab, ich lege persönliche Gegenstände einer mir nahestehenden Person in diese "Höhle" und verschließe den Deckel wieder. Ich wohne bei der Frau, es ist das Haus mit mehreren Etagen, in deren Mitte jeweils die Treppe nach oben verläuft (ähnlich wie in einem Kaufhaus), die Flure sind groß und wohnzimmerartig, die Zimmer außen herum. Das Haus kam bereits in mehreren Träumen vor, ich war aber noch nie dort. Zähneputzen auf dem Flur, dort hängt ein Waschbecken...
ich singe neu in einem kleinen Vokalensemble mit. Da dort auch Tangos, Flamencos und jazzige Dinge gesungen werden, werden mir zunächst keine Noten vorgelegt, sondern (journalistische!) Texte und Artikel, die diese Musik behandeln. Ich soll diese lesen und dabei "in den Rhythmus" kommen, d.h. die Musik empfinden. Heraus kommt eine Art Hip-Hop-Lesung von Weltmusik, ich sitze lesend und mich verrenkend am Tisch und versuche in den "Tritt" zu kommen.
derzeit nur selten Träume und fast nur Einzelbilder
a) ich fahre im Auto mit M.
b) ich lese einen furchtbar schlimmen Artikel über einen Chor, in dem ein Termin angekündigt ist, an dem "auf dem Friedhof ein Kranz für den Chor niedergelegt werden kann"
c) ich bin in Südafrika in
Sun City und schaue mir dort Katakomben an, in welchen die Anlieferung für die Hotels stattfindet und die Personalräume sind. Sozusagen die Wirklichkeit unter der Illusion.
(nachgetragen)
I - Ich fahre einen Lastwagen in W. eine Straße hinunter. Rechts neben mir in einer Busspur fährt ein Bus los und blinkt, um auf die Fahrspur zu wechseln. Ich will den Bus reinlassen, trete im Fußraum die Pedale und erreiche aber die Bremse nicht, stoße mit der rechten vorderen Seite des LKWs mit dem Bus zusammen, der unbeeindruckt weiterfährt.
II - (unmittelbar im Anschluss) der Lastwagen ist weg, ich gehe zu Fuß zu einem Haus, in welchem in einem völlig leeren Zimmer M. mit einem großen Essen dasitzt. Außer dem gedeckten Tisch und zwei Stühlen ist nichts darin, die Wände weiß. Ich gehe aber in einen Nebenraum, ebenfalls leer bis auf einen Tisch mit einem Computer. Ich arbeite am Bildschirm, spüre, dass draußen ein Gewitter naht. Links neben mir an irgendwelchen Geräten und Steckdosen befindet sich eine Leiste mit Warnlampen, die plötzlich (Augenwinkel) alle rot aufleuchten. Ich schaue nach links ins Fenster und werde augenblicklich von einem enormen Blitz getroffen/geblendet, der Stromschlag verursacht vor allem ein lautes Kurzschlußgeräusch.
III - Ich bin mit zwei Damen auf einer Fahrradtour. Im Quartier treffen wir auf den "Organisator" der Fahrradtour, der die beiden Damen für den morgigen Tag (der übrigens in Wiesbaden starten soll) von der Tour ausschließt, mich aber nicht. Auf dem "Tourplan" streiche ich daraufhin wutentbrannt meinen eigenen Namen ebenfalls durch.
Ich erhalte einen Brief einer Person, die eine höchst negative Rolle in meinem Leben spielt. Der Brief scheint sich auf ein familiäres, trauriges Ereignis der letzten Zeit zu beziehen und ist in Langversen geschrieben, eine Art riesiger Sonette. Ich überfliege den Brief, da ich mich nicht in der Lage sehe, den wirklichen Inhalt lesen zu können, und werfe ihn durch das Zimmer in eine Ecke. Schreie.