Rezensionen
Helsinki Philharmonic gastierte in der Semperoper
Wenn alle Konzerte der diesjährigen Dresdner Musikfestspiele einen solchen Jubel entfachen, kann Intendant Hartmut Haenchen zufrieden sein. Denn gleich zum Auftakt konnten die Dresdner Zuhörer ein packendes Gastspiel des Helsinki Philharmonic Orchestra unter ihrem Chefdirigenten Leif Segerstam in der Semperoper erleben. Es war gleichzeitig das Abschlusskonzert einer Europatournee des Orchesters und die Absicht des Orchesters, im wunderbaren Dresdner Opernbau noch einmal die musikalischen Funken sprühen zu lassen, war von Beginn an spürbar. Zunächst stand ein Kultstück der Moderne auf dem Programm, kaum ein Werk hat in dreißig Jahren nach der Uraufführung in den 70er Jahren soviele Aufführungen erlebt und dabei nichts von seiner Faszination eingebüßt: der "Cantus Arcticus" von Einojuhani Rautavaara besticht durch die plastische Darstellung der nordischen Natur. Vom Band ertönen Vogelrufe, im Orchester wird dazu ein warmer Streicherteppich gelegt, Holzbläser imitieren die Laute von Kranichen und Schwänen und erzeugen ein flirrendes Stimmengewirr. Füllig und warm klingt das finnische Orchester hier und die Zuhörer ließen sich von diesem Klanggemälde faszinieren. Christian Tetzlaff betrat dann die Bühne zum 1. Violinkonzert von Karol Szymanowski. Ich muss sagen, dass spätestens ab dieser Darbietung das Konzert für mich zu einem der klassischen Höhepunkte des Jahres in Dresden zählt. Tetzlaff war vom ersten bis zum letzten Takt wie ein Magier in dieses Konzert versunken; mit völlig kompromisslosem Zugriff bearbeitete er sein Instrument derart kraftvoll, dass man einige Male Angst um die Saiten haben musste. Dabei verlor Tetzlaff nie die Kontrolle über die musikalische Gestaltung, formte zauberhafte Flageoletts und kostete die Leidenschaft, den inneren schwärmerischen Druck dieses Konzertes bis ins allerletzte aus. Die konkurrenzlose Interpretation, die auch im Orchester konzentriert und mit farbigen Höhepunkten musiziert wurde, führte zu großem Beifall, den Tetzlaff spannungsvoll mit einem Satz aus der Solosonate von Bartók beantwortete. Der Rest des Konzertes gehörte Leif Segerstam und Jean Sibelius. Eine wunderbare Interpretation der 1. Sinfonie e-Moll Opus 39 glückte dem Orchester. Segerstam bringt für diese Musik die rechte Mischung aus impulsivem Musizieren und präziser Klangattacke mit und führte das Ensemble zu einer Spitzenleistung. Das Sibelius'sche Füllhorn wurde dann in den Zugaben noch reichlich ausgegossen: Finlandia, Valse Triste und Karelia-Suite waren die Zuckerstückchen, die zu Standing Ovations für einen großen Dirigenten und sein Orchester führten.
7. Kammerabend der Staatskapelle
Der gut besuchte 7. Kammerabend der Staatskapelle Dresden bot am Donnerstagabend in der Semperoper ein abwechslungsreiches Programm, das quer durch kammermusikalische Besetzungen und Stilistiken führte. Der Potpourri aus insgesamt sechs verschiedenen Zyklen und Sonaten bildete insgesamt trotz der "kleinen Form" ein gut zweistündiges Konzert. Innerhalb der eher leichten Muse von Poulenc und Mozart wirkte die große (und dennoch kaum bekannte) Sonate für zwei Violinen von Eugène Ysaye etwas deplatziert. Dieses Gefühl entstand, weil der Anspruch dieses Werkes und seine hervorragende Interpretation aus dem Kontext des Konzertes deutlich herausstach. Wer die Solosonaten von Ysaye kennt, weiß, dass diese keinesfalls Studienwerke für den Hausgebrauch darstellen. Die beiden Geiger Annika Thiel und Anselm Telle beschritten einen Weg zwischen klanglicher Rafinesse, ungestümem Vorwärtsdrang und konzentrierter Technikbeherrschung - ein großes, trotz der Duobesetzung fast "sinfonisches" Erlebnis vor der Pause. Zuvor gab es eingangs eine Urauffühung von Friedbert Streller, dessen Vier Gesänge "Sommermitte" nach Gedichten von Rudolf Scholz für Mezzosopran, Flöte und Streichtrio erklangen. Die karge Musiksprache Strellers, die sich kaum einmal über einen deklamierend-kühlen Zwölftonstil hinaushebt wirkte zu akademisch für die Stimmungen der Texte, zudem hatte das Streichtrio kaum einmal dynamische Akzente zu setzen. Sofi Lorentzen bewältigte ihren Gesangspart souverän, dieser bot aber zuwenig gestalterische Möglichkeiten, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Der Bariton Matthias Henneberg war im Konzert mit drei Liederzyklen von Francis Poulenc und Louis Spohr betraut. Hier zeigte sich eine ganz andere Liederwelt: die kleinen Absurditäten ("Banalités") und Derbheiten der Texte wurden von Poulenc kongenial vertont. Durch alle Lieder zieht sich ein feiner Faden der Ironie, den Henneberg gemeinsam mit Marlies Jacob am Klavier gut herausarbeitete, beide waren auch durchaus versiert mit der speziellen Leichtigkeit der Musik. Weniger erfreulich war das etwas grobe Französisch von Henneberg, doch die durchweg vitale Interpretation mit einigen atemberaubenden Tempi in den "Chansons Gaillardes" entschädigte. In den "Sechs deutschen Liedern" von Louis Spohr gesellte sich der Geiger Gaetano d'Espinosa zu den beiden Musikern dazu und gemeinsam wurde eine ansprechende Darstellung dieser Lieder geformt, bei welchen die Geige mal einen kadenzierenden Kommentar übernimmt, zumeist aber virtuos im Vordergrund steht. Etwas einsam stand das Hornquintett Es-Dur KV407 im Programm. Das auch von Mozart eher lässig und ohne besondere Überraschungen komponierte Werk konnte aber in einer durchweg sauberen und schwungvollen Interpretation durch die Kapellmusiker ebenfalls überzeugen. Für die zahlreichen Freunde der Kammermusik war dieses bunte Programm auf jeden Fall eine Bereicherung.
8. Spannungen-Konzert der Sinfonietta Dresden
Zwei Termine sollte sich der musikbegeisterte Dresdner im Jahr mindestens im Kalender einschreiben, nämlich die beiden "Spannungen"-Konzerte der Sinfonietta Dresden im Frühjahr und im Herbst. Wo sonst bekommt man gleich zwei Mozart-Klavierkonzerte und kontrastierende zeitgenössische Musik in einem Konzert? Die Kombination wirkte auch im 8. Konzert der Reihe, denn man kann immer noch seinen persönlichen Mozart für sich entdecken als auch feine Verbindungslinien zu den Zeitgenossen ziehen. In der Dreikönigskirche stand zunächst das Klavierkonzert C-Dur KV 246 von Mozart auf dem Programm, sicherlich eines der weniger oft aufgeführten Werke in diesem Genre. Dabei wirkt es durchaus hell und dankbar - Milko Kersten hatte am Dirigentenpult keinerlei Probleme, den lebendigen Gestus mitzuteilen. Diana El-Hassani, Pianistin an der Hochschule für Musik (Klasse Prof. Winfried Apel) folgte der Lockerheit der Orchestereinleitung und spielte ihren Part flüssig und angenehm, im Finalsatz gibt es sogar einiges an Raffinement, was von El-Hassani gut phrasiert wurde. Dass die Komposition lediglich als gute Unterhaltung im Gedächtnis haften bleibt, ist der Pianistin nicht anzulasten, denn extremer Ausdruck wäre in solch einem perlenden Stück nicht angebracht, insofern entsprach El-Hassanis luftiges Spiel durchaus dem Charakter des Stückes. Völlig anders gelagert sind die Dinge in Mozarts letztem Klavierkonzert B-Dur KV 595. Obwohl auch dieses nicht ins spielerische Extrem geht, fällt sofort der reife, flexible Spätstil Mozarts auf, in welchem überraschende Wendungen, geniale Instrumentation und schon fast romantische Themenanlage vorherrschen. Der Dresdner Pianist Andreas Henkel war für dieses Konzert der richtige Mann, denn er nahm sich gemeinsam mit der Sinfonietta die Ruhe, alle Schönheiten dieses Werkes auszukosten. Auch hier war wiederum überzeugend an der Interpretation, dass nicht Schnelligkeit und Virtuosität in die Tiefe des Werkes führt, sondern eher das konzentrierte Herangehen und die überlegte Ausformung. Die zeitgenössische Ebene des Konzertes war ebenso spannend und abwechslungsreich - die Sinfonietta stellte zwei eher streng komponierte Kammermusikstücke in völlig unterschiedlicher Musiksprache vor. Die slowenische Komponistin Larisa Vrhunc (*1967) näherte sich in "Where the moonbeam fell" einem Gedicht von Edgar Allan Poe an und schuf in ihrem zarten Gebilde eine Fülle von vielfarbigen Klanginseln, die in kleinen Wellen immer wieder neu entstanden und verschwanden. Sie konnte sich hier der Versiertheit der sechs Musiker versichern, die im Kirchenrund besonders auf Präzision und dynamische Balance achteten. Dem Dresdner Komponisten Carsten Hennig ging es in "Die Angst des Flusses vor der Mündung" eher um die Transformierung eines musikalischen Prozesses. Trotz des konstruktiven Ansatzes wirkten hier vor allem die emotionalen Gesten im Streichorchester stark. Milko Kersten fand für die beiden sehr anspruchsvollen Stücke eine packende Darstellung und somit war diese achte Begegnung mit neuer Musik und Mozart ein rundum gelungenes Konzert.
9. Spannungen-Konzert am 10.11.07, 19.30 Dreikönigskirche Dresden
Fabio Luisi* im Staatskapellenkonzert
Mit dem Tod umgehen, ihm eine Farbe, eine Stimme zu geben oder ihn auch nur zu betrachten, das war und ist immer wieder Anlass für große Werke von Künstlern. So beschäftigten sich mehr oder weniger direkt auch die beiden Kompositionen des 10. Sinfoniekonzertes mit diesem Thema. Dabei sind die "Jedermann"-Monologe klar auf die Position des Sterbenden bezogen, der im Angesicht des Todes sein Leben und seine Ansichten überdenkt - der extreme Grenzfall menschlichen Daseins erfordert auch extreme Gedanken. Für die emotional vielschichtige Erzählung des "Jedermann" fand der Schweizer Komponist
Frank Martin eine unglaublich packende und plastische Musikform: Die Monologe des Jedermann werden von einem hochdramatischen Orchesterpart unterstützt, der gleichsam zu Herz und Hirn der Hauptperson mutiert - Schönbergs "Erwartung" wird hier sicherlich Pate gewesen sein. Man glaubt angesichts der stupenden Leistung von
René Pape (Bariton) kaum, dass er diese Partie extra für die Dresdner Aufführung einstudiert hat. Sicher, überragend in Stimme und Textausformung und mit großer Wandlungsfähigkeit zwischen Gebet und Aufschrei bot Pape eine exemplarische Darstellung der Komposition, von Fabio Luisi am Pult der Staatskapelle konzentriert unterstützt. Der künftige GMD der Staatsoper setzte in den Zwischenspielen deutliche Akzente, das eigentlich klein besetzte Orchester zeigte vor allem die gestische Kraft der Musik in harter Akzentuierung oder in warmem Lyrismus. Dass ab dem Sommer 2007 mit Luisi eine neue Zeit an der Staatsoper anbrechen wird, dürfte jedem gewiss sein, der den charismatischen Dirigenten bereits aus anderen Konzerten kennt. So war man sehr gespannt auf seine Darstellung von Anton Bruckners "Opus Summum", der unvollendeten 9. Sinfonie. Es ist zwar so, dass man sich der Wirkung der Sinfonik Bruckners generell in guten Live-Aufführungen kaum entziehen kann, doch was die Staatskapelle hier bot, ist nicht anders als Weltklasse zu nennen und bewegte tief. Im 1. Satz war auffällig, dass Luisi eine enorme Sensibilität für die Abläufe des Werkes hat: in stillen Passagen läßt er flüssig und weich ausmusizieren, Steigerungen vermag er einen Atem über die volle Zeit zu geben, sodass die Eruptionen von einer unglaublichen Energie getragen werden. Auf diese Weise geraten die oft in einem verlassenen Hornton oder liegenden Streichern endenden fortissimo-Passagen zu einer Einheit, der Satz wird architektonisch klar und die Musik überträgt sich unmittelbar. Dies galt auch für den 2. und 3. Satz - das Scherzo nahm Luisi schnell, aber nicht überfahrend, der 3. Satz wiederum wurde in seiner Rätselhaftigkeit erhalten, indem Luisi deutliche Akzente auf harmonische Überraschungen oder Abbrüche setzte. Während des letzten Höhepunktes des Adagios wünschte man sich ein offenes Dach der Semperoper um selbst einmal den Himmel zu schauen, aber dieser Einblick blieb dem Komponisten vorbehalten. Gleich ob es das präzise und selbst im Strudel lautester Fanfaren sensibel agierende Blech oder die rhythmisch bohrenden Streicherfiguren waren, diese "Neunte" war eine nachhaltig beeindruckende Interpretation. Fabio Luisi wurde vom Dresdner Publikum nach einigen Momenten der Stille und des Durchatmens triumphal gefeiert - ein frühsommerlicher Willkommensgruß also, verbunden mit der Hoffnung auf viele weitere spannende musikalische Begegnungen.
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* Endlich mal ein Musiker, der eine angenehme und witzig gestaltete
Homepage hat. Die verlinke ich doch gerne!
Peter Gülke dirigierte die Hochschulmatinee in der Semperoper
Normalerweise stehen bei den Konzerten des Hochschulsinfonieorchesters die jungen Musiker im Mittelpunkt des Geschehens, am Sonntagvormittag war es in der Semperoper ein bißchen anders: Die große Aufmerksamkeit galt dem Dirigenten der Matinee, der zwar notwendigerweise die konzentrierten Blicke der Musiker auf sich gerichtet sieht, aber sich ansonsten mit Leidenschaft in den Dienst der Musik stellt, und dies in Schrift, gesprochenem Wort und natürlich in Tönen auf einem herausragenden qualitativen Niveau. Dem Musikwissenschaftler und Dirigenten Peter Gülke, der am Konzerttag übrigens seinen 73. Geburtstag feierte, wurde im Anschluss an die Matinee die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden verliehen - ein Zeichen des Dankes und der besonderen Verbundenheit mit dem Institut, aber eben auch eine besondere Würdigung eines Lebenswerkes, das Studenten, Musikern und Musikwissenschaftlern, aber auch interessierten Laien zugute kommt, denn Gülke liegt es stets an Verständlichkeit und Plastizität bei seiner Arbeit. So trifft man in einer Ringvorlesung Beethoven und Schubert in den Gassen von Wien, bewundert seine Plädoyers für Zeitgenössisches ebenso wie unzählige außergewöhnliche Ausgrabungen der Musikgeschichte, die Gülke sowohl verlegerisch als auch durch Aufführungen und Einspielungen dokumentierte. Die musikalischen Spuren Gülkes in Dresden gehen zurück auf seine Tätigkeit an der Sächsischen Staatsoper ab 1976, schon damals leitete er auch das Hochschulsinfonieorchester, sein weiterer Lebensweg führte über Weimar, Wuppertal und Freiburg nach Berlin, wo er heute als freier Musiker, aber eben auch als gefragter Dozent lebt. Für die Studenten ist seine stetige Rückkehr an die Hochschule in Dresden ein Glücksfall - im Konzert am Sonntag standen folgerichtig für Gülkes Arbeitsschwerpunkte Werke von Beethoven, Schubert und eine Uraufführung auf dem Programm. Stephan Lewandowskis "Moments musicaux. Détails de l'éternité" war eine klug gearbeitete Klangstudie, die sich aber nur selten zu tieferer Emotion aufschwang. Das lag vor allem am karg behandelten harmonischen Material, das viele Rotationen und Varianten aufwies, aber sich innerhalb des Stückes nicht zu dramaturgisch plastischen Verläufen entwickelte. So entstand der Eindruck eines steinigen Klangfeldes zwischen Statik und (leichter) innerer Unruhe. Im Violinkonzert von Ludwig van Beethoven war sogleich bemerkenswert, mit welcher Akribie Gülke den Orchesterpart vorbereitet hatte, viele Details waren zu hören und Gülke verlegte sich niemals auf einen reinen Begleitapparat, sondern hatte eine Menge mit dem Orchester zu sagen. Auffallend waren die gemäßigten Tempi aller drei Sätze, wobei der 3. Satz nur noch mit Mühe als Allegro wahrnehmbar war. In den anderen beiden Sätzen störte diese Ruhe weniger, denn Gülke und die hervorragende Solistin Fanny Fröde (Klasse Prof. Ivan Zenaty) konnten so vieles ausspielen. Bei Frödes sehr intensivem Klang, selbstverständlicher Sauberkeit und makelloser Technik entfaltete sich die Partitur sehr natürlich. Im Kopfsatz allerdings hätte sie mehr Piano-Kultur zeigen können, manche Passage wurde von ihr mit zuviel Kraft unterlegt. Traditionell werden jedes Jahr im Rahmen einer Matinee zwei Stipendien der Stiftung für Kunst&Kultur der Stadtsparkasse Dresden verliehen. In diesem Jahr dürfen sich Kateryna Titova (Klavier, Klasse Prof. Zenziper) und Jörg Genslein (Chordirigieren, Klasse Prof. Rademann) über die Auszeichnung freuen, beide wurden für ihre herausragenden musikalischen Leistungen innerhalb und außerhalb der Hochschule geehrt. Zum Abschluss zeigte das Hochschulsinfonieorchester eine gute Gesamtleistung in Schuberts "Großer" C-Dur-Sinfonie. Peter Gülke dirigierte sehr flexibel, strukturierte die Teile deutlich und ließ immer wieder Raum für melodische Entfaltung in den diesmal gut disponierten Orchestergruppen, ein anspruchsvolles Konzert fand damit einen harmonischen Abschluss.
Brass-Variationen bei "Philharmoniker-Anders"
Ein Sinfonieorchester birgt in seiner klanglichen Vielfalt ja die unterschiedlichsten Kammerbesetzungen in sich - neben den Kammerkonzerten ist es vor allem die Reihe "Dresdner Philharmoniker - Anders", die nicht nur interessante Besetzungen zusammenbringt, sondern auch die stilistischen Grenzen in einem Programm mühelos überspringt. Das war auch im 4. Abend im Alten Schlachthof der Fall. Das "Allround Brass Consort Dresden" mit Musikern aus beiden großen Orchestern der Stadt trägt die Aufgabe schon im Ensemblenamen: "Allround" heißt soviel wie: alles möglich, alles machbar. Das Consort tritt in einer großen Blechbläserbesetzung auf, in der auch Zusatzinstrumente wie das Corno da Caccia vertreten sind. Und will es der Komponist, dann wird die Tuba auch mit der E-Gitarre eingetauscht. Gespannt sein durfte man auf das Cellokonzert von Friedrich Gulda, dem zwei allbekannte Werke vorausgingen - Händels "Einzug der Königin von Saba" dürfte den Dresdnern als Straßenmusik in furchterregender Interpretation geläufig sein, in der Bearbeitung für großes Brass-Ensemble erklang dieses Stück als festliche Intrada zum Konzert. Statt mit zwei Händen bemühten sich alsdann 26 Hände um die Préludes cis-Moll und g-Moll von Sergej Rachmaninov: die Klavierstücke erklangen in wirkungsvoller Bearbeitung. Liebevoll wurde zwischen den Stücken moderiert, doch so rechte Stimmung kam im nur halb gefüllten Saal noch nicht auf, selbst das Hauptstück des 1. Teils konnte nur ansatzweise überzeugen. Friedrich Guldas Cellokonzert ist ein Ausnahmewerk dieser Gattung. Instrumentiert mit Bläsern, Gitarren und Schlagzeug schafft es den nahezu shizophrenen Dauerspagat zwischen alpenländischer Seligkeit und rockigen Cello-Riffs, komponiert wurde es wohl zwischen mehreren Gläsern Rotwein für den Freund Heinrich Schiff. Was sich von der Bühnenrampe übertrug, war mir jedoch teilweise viel zu brav und "klassisch" und passte nicht zu Guldas extrovertiertem "Wurf". Victor Meister, Cellist der Philharmonie, ist hoch anzurechnen, dass er sich überhaupt für diesen halsbrecherischen Solopart entschied, doch ihm fehlte vor allem in den ersten beiden Sätzen (Chick Corea muss beim Komponieren dort auch mitgeholfen haben...) der Mut zur Übertreibung und zum temperamentvollen Ausdruck. Das Stück benötigt einen wahren Teufel am Violoncello, Meister jedoch blieb weitestgehend gelassen und die konzentrierte Atmosphäre hätte sich an einigen Stellen besser freisprengen sollen. Das freie Spiel war zwar im Finale stärker vorhanden, doch die Interpretation war auch im Orchester (Leitung Olaf Krumpfer) zu sehr vom guten Willen durchzogen, das Stück "ordentlich" zu präsentieren. Genau diese Haltung relativiert aber Guldas musikalische Achterbahnfahrt zu sehr. Im 2. Teil des Konzertes standen zunächst Kompositionen von Peter Tschaikowsky ("1812"-Ouvertüre) und Enrique Crespo auf dem Programm. Das angekündigte Nyman-Werk musste entfallen, stattdessen gab es zum Abschluss ein Medley aus Filmmusiken zu "James Bond". Das löste großen Jubel beim Publikum aus, verständlich war dies vor allem wegen des kultivierten und überlegten Gesamtklangs des Ensembles, der nur selten in schnellen Passagen insbesondere in der Trompetensektion einige Intonationsflüchtigkeiten aufwies. Zwischen vollen, warmen Piano-Flächen (Crespo) und extremen Schallpegeln (Bond) war hier alles möglich und vieles bewundernswert - ein "Allround"-Ensemble eben.
Das Landesjugendorchester Sachsen im Frühjahrsprojekt
Das 33. Projekt des Landesjugendorchesters Sachsen bestand aus einer Arbeitswoche, die mit insgesamt vier Konzerten beendet wurden, eines davon konnten die Dresdner am Sonntag in der Dreikönigskirche erleben. Ein rein romantisches sinfonisches Programm in nicht allzu großer Orchesterbesetzung war diesmal zu bewältigen und erneut konnten die Zuhörer bemerken, in welch hervorragender Qualität sich der sächsische musikalische Nachwuchs im Orchester zusammenfindet. Solch eine Leistung wächst innerhalb der gemeinschaftlichen Probenphase und somit war zu Beginn des Konzertes auch eine gewisse Anspannung unter den Jugendlichen zu bemerken. Der hohe Anspruch, den die Musiker sich selbst setzen, wurde in diesem Konzert aber vorzüglich eingelöst. Der Gastdirigent Alexander Mayer, sonst in pfälzisch-saarländischer Umgebung tätig, präsentierte ein rein romantisches Programm, das aber eben nicht die Klangopulenz des spätromantischen Orchesters auskostete, sondern in nahezu allen Stücken kammermusikalische Feinheiten darbot. Plastisch wurde dies gleich in der Ouvertüre "Die schöne Melusine" von Felix Mendelssohn-Bartholdy in stimmungsvoller Bläserführung vorgeführt, wenngleich der Beginn vor allem im Streicherapparat noch von etwas Lampenfieber und Vorsicht geprägt war. Mayer legte aber ein frisches Tempo vor und das Orchester kam im Laufe des Werkes immer besser in Schwung. Vom Leipziger Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke erklingen selten Kompositionen in den Konzertsälen, eines seiner reifsten und intensivsten Stücke, das Flötenkonzert D-Dur, Opus 283 ist jedoch vor allem aufgrund des Engagements der Solisten öfter zu hören. Was die in Leipzig studierende Soloflötistin Ina Richter in ihrer Interpretation an vielfältigen Klängen, sattem und vor allem überlegtem Ton sowie virtuos perlendem Spiel zeigte, war durchweg faszinierend. Richter formte die Melodien aus großer innerer Ruhe heraus und gestaltete etwa 2. Satz sehr intensiv, konnte sich dabei aber auch auf ein höchst aufmerksames, flexibel reagierendes Orchester im Hintergrund verlassen. Dankbar durften die Zuhörer über die Auswahl des Schlusswerkes sein, denn dieses hört man wahrlich selten, obwohl es ein musikalisches Kleinod ist: die Bühnenmusik zu "Pelléas und Mélisande" von Jean Sibelius wartet mit großer Melancholie, einem (hier wunderbar gelungenen) Englisch-Horn-Solo und zauberhaften Orchesterfarben der leisen Art auf. Alexander Mayer musizierte einige Male an der Unterkante der Tempi, dennoch wurde der Klang nie brüchig, man konnte sich über ein gutes Miteinander in den Orchestergruppen freuen. Auch der Gesamtklang blieb in der Kirche immer ausgewogen. Mit Mélisandes Tod endete das Konzert in intensiver, ruhiger Weise. Statt Glanz und Gloria (das folgt unter Garantie im nächsten Projekt, in welchem das Ensemble sein 15jähriges Bestehen feiern wird) formulierten die jungen Musiker hier ein Exempel an Schönklang und feiner Ausgestaltung - in überzeugender Weise.
8. Zykluskonzert der Dresdner Philharmonie in der Kreuzkirche
Ausschließlich Bekanntes gab es im 8. Zykluskonzert der Dresdner
Philharmonie zu hören, das in der Kreuzkirche am vergangenen Wochenende stattfand. Keine idealen akustischen Bedingungen für große Sinfonik also, aber Publikum und Orchester arrangieren sich mit der Situation und machen das Beste daraus. Chefdirigent Rafael Frühbeck de Burgos präsentierte zunächst die 1. Suite aus der Bühnenmusik zu "Peer Gynt" von Edvard Grieg und setzte in den ersten beiden Sätzen sogleich persönliche Akzente, denn die "Morgenstimmung" kam recht flüssig daher, hier hätte ich mir mehr Zeit zum Ausspielen gewünscht. Diese war dann in "Ases Tod" in äußerst langsamem Tempo vorhanden, und Frühbeck de Burgos nutzte die nachdenkliche Stimmung des Stückes, um im Kirchenraum besonders feines Pianissimo auszukosten. Die beiden folgenden Sätze gelangen solide, wobei "Die Halle des Bergkönigs" natürlich immer ein Stück zum Glänzen darstellt. In nördlichen Gefilden verblieb auch das Solokonzert des Abends: Das Klavierkonzert von Edvard Grieg ist bei Solisten wie beim Publikum gleichermaßen beliebt. Schön, dass der österreichische Pianist Christoph Berner nach seinem Engagement im 4. Kammerkonzert erneut im philharmonischen Rahmen brillierte. Seine Interpretation hob sich wohltuend von den unzähligen Einspielungen dieses Werkes ab und legte deutlichen Augenmerk auf die charakterliche Themengestaltung. So modellierte Berner etwa das erste Hauptthema als Ruhepunkt des 1. Satzes und kontrastierte dazu die vielen Läufe und leidenschaftlichen Temposteigerungen. Auch in der Kadenz legte er mehr Wert auf klangliche Ausgestaltung denn auf virtuoses Feuerwerk. Letzteres hob er sich für den 3. Satz auf, bei dessen atemloser Tempogestaltung man zu Beginn zweifelte, ob das durchzuhalten war. Doch die emotionale, flexible Haltung von Berner überzeugte hier, lediglich der 2. Satz wusste einige Male nicht recht vom Fleck zu kommen. In der Orchesterbegleitung hätten vor allem die Achtelbegleitungen der Streicher stimmiger erscheinen dürfen, sicher und klangschön präsentierten sich die Hornsoli. Mit Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie c-Moll, Opus 67 stand ein weiteres bekanntes Werk auf dem Programm, doch ein jedes Mal darf man fragen: kennt man es wirklich? Wer genau hinhört, wird auch heute noch Rätsel in den Durchführungen entdecken, harmonische Irrläufe oder ein Panoptikum von kleinen Begleitfiguren, die sich urplötzlich zu einem Orkan aufschwingen. Frühbeck de Burgos dirigierte dieses Werk mit Leidenschaft und Strenge im Tempo, ausgerechnet der Beginn kam aber doch recht langsam von der Bühne und hätte viel mehr Dramatik im Ausdruck vertragen können. Vielleicht hätten extremere dynamische Kontraste, die ja in der Grieg-Suite bereits vorgestellt wurden, der Interpretation gutgetan. Im 4. Satz jedenfalls war nur noch ein lärmender Vorwärtsdrang zu bemerken, der deutlicher hätte differenziert werden müssen, außerdem stimmten einige Bläserakkorde nicht. Die Mittelsätze waren feiner ausgehört und auch im Raum klanglich gut abgestuft. Interessant waren die von Frühbeck de Burgos durchgeführten Attacca-Übergänge und auch die internen abrupten Tempowechsel, die eben betonen, dass hier keineswegs ein Werk zur leichten Unterhaltung vorliegt - ein Konzert mit Repertoire also, das aber durchaus wieder einmal zur intensiveren Betrachtung dieser Werke einlud.
Das "Freie Ensemble Dresden" im philharmonischen Kammerkonzert
Sinfonisch ging es zu beim 4. Kammerkonzert der Dresdner Philharmonie. Das mag ein Widerspruch sein, saßen doch nur vier Musiker auf der Bühne - doch nahezu alle aufgeführten Werke des Abends hatten einen stark kontrapunktischen, dichten Charakter. Nicht ohne Grund hat ja auch Schönberg das jüngst erklungene Klavierquartett g-Moll von Johannes Brahms orchestriert. Am Ostersonntag erklang das 3. Klavierquartett c-Moll Opus 60 als Hauptwerk und Höhepunkt eines hochrangigen Kammermusikkonzertes. Begonnen hatte das "Freie Ensemble Dresden" mit einem der beiden Klavierquartette von Wolfgang Amadeus Mozart. Gerade in der Kammermusik dieses Komponisten zeigt sich, dass es einen "typischen" Mozart nicht gibt, im Es-Dur-Quartett überraschen immer wieder harmonisch kühne Wendungen, dazu ein lichter Finalsatz, der eher an Haydn gemahnt. Was die vier Musiker Gaetano d'Espinosa (Violine), Christina Biwank (Viola), Daniel Thiele (Cello) und Christoph Berner (Klavier) auszeichnet, ist ein überlegter Zugang zu allen Werken des Abends. Außerdem ist eine große gemeinsame Musizierhaltung zu bemerken, kein Primarius sticht hervor, sondern die Partituren stehen im Vordergrund des Interesses. Mozarts Quartett wurde eine reine Demonstration von Entspannung, alle Abschnitte des Werkes wurden aus der Ruhe gezeichnet, ein kultivierter, ausgehörter Klang herrschte vor. Das Quartett harmoniert so gut miteinander, dass exaltierte Grenzübertritte gar nicht notwendig sind, sondern sich aus dem Miteinander eher eine zwingende Gestaltung formt, die die Linie und den Fortgang der Musik betont, dadurch wurde etwa der langsame Mozart-Satz zu einem Schmuckstück. Christoph Berner fügt sich hier in die Klangwelt der Streicher optimal ein und präsentiert ebenfalls einen leicht perlenden Mozart-Klang, der im Kronensaal im Schloss Albrechtsberg gut trägt. An zweiter Stelle stand das Klavierquartett-Fragment von Gustav Mahler, ein ebenfalls "orchestral" wirkendes Werk, in welchem das Freie Ensemble Dresden die Dramaturgie vom Anfang bis zum Ende plastisch darstellte. Zu einem packenden Ereignis geriet die Entscheidung, Mahlers Skizze des 2. Satzes in der Bearbeitung durch Alfred Schnittke folgen zu lassen. Schnittke seziert die wenigen Takte Mahlers und formt einen eigenen, heftigen Kommentar daraus, der in vollgriffigen Klavierclustern und einem klangmalerischen Aufschrei des ganzen Ensembles kulminiert - aber genau diese Ausdrucksstärke und Übertreibung findet auch in Mahlers Scherzi Raum zur Entfaltung, insofern komponierte Schnittke nur konsequent. Nach den überschwänglichen Gesten erklang das Mahler-Fragment original und verschwand sogleich - vor allem durch die starken dynamischen Kontraste der vier Musiker gelang die Interpretation vorzüglich. Die kluge Formung einer Partitur bei beherztem Zugriff der Streicher setzte sich auch in der Brahms-Interpretation fort. Da hier nirgends "die Pferde durchgingen", was bei der drängenden Faktur der Brahms'schen Kammermusik oft allzu verständlich ist, konnte der Zuhörer alle vier Sätze optimal durchdringen. Überzeugend baute sich das Scherzo bis zum Schluss-Triller auf; der langsame Satz wurde zu einem gesanglichen Ereignis mit einem wunderbarem Cello-Solo, und das Finale war mit all seinen Abbrüchen und Anläufen als überaus leidenschaftliche Szene dargestellt. Dieses überaus geschlossen und intensiv musizierte Kammermusikkonzert der Philharmonie fand großen Beifall und wirkte nach.
Varèse und Zappa in "Philharmoniker anders"
Dass diese hervorragende Konzertreihe der Dresdner Philharmonie überhaupt noch "anders" heißt, sollte schnellstens überdacht werden, denn rein von der Atmosphäre im Saal und vom Mut und Engagement der Musiker aus gesehen hat das mit einem "Ableger" der normalen Philharmoniekonzerte nichts mehr zu tun - die Reihe hat sich längst verselbständigt, der Alte Schlachthof ist stets gut besucht. Und so avancierte dort im Konzert am Sonnabend das Orchestergemälde "Amériques" von Edgard Varèse zum Kultstück, das Strawinskys "Sacre" maximal wie eine Gute-Nacht-Geschichte aussehen läßt. Erst recht begeistert konnte man von der fabelhaften Leistung der Philharmoniker sein, die unter Leitung von Roland Kluttig - ausgewiesener Spezialist vor allem in der zeitgenössischen Musik - nicht nur Phonstärken unter die Leute brachten, sondern auch die vielen Ebenen, rhythmischen Zellen und Wellen konsequent plastisch machten. Hier sei nur das Finale von "Amériques" genannt, in welchem Kluttig einen konsequent klaren Puls als Basis der verschiedenen klangfarblichen Ebenen aufrechterhielt und so die Apotheose wirklich bis zum Schluss spannend machte. Im Mittelpunkt des Konzertes standen jedoch drei Orchesterkompositionen von Frank Zappa - die Verbindung zu Varèse ist in vielen Passagen nahezu ohrenfällig. Überliefert ist die Geschichte, dass der junge Zappa von einer Varèse-Platte so überwältigt war, dass er mit dem Komponisten per Telefon Kontakt aufnahm. Außenseiter waren beide, dem Experiment zugeneigt ebenfalls, kritisch und zum Perfektionismus neigend auch. Das ist akribische Kunst - im Fall Zappa geht das allerdings nicht ohne untergründigen, eigenen Humor ab, der, wenn er sich wie in "Bogus Pomp" (etwa: "falsche Pracht") plötzlich Bahn bricht, jenseits von Platitüden meist eine andere, tiefere Ebene erreicht - "scary music" nannte Zappa dies selbst. Hollywood zieht dort in Schräglage vorüber, so manche Volksmusik und gar serielle Passagen lassen sich ausmachen, zum Schluss versinkt das Stück in Nikotinschwaden - Musik zum Sehen und Schmunzeln. Zappas Orchesterwerke würden kaum einer speziellen Ästhetik zuzuordnen sein - Zappa ist vielseitig und die Orchestrierungen sprechen eine eigene, starke Sprache. Und wenn "Bogus Pomp" vor dem vorzüglichen Solisten-Dramolett eine Weile klanglich ausfranst und zerfasert, so ist Zappa genau an diesen Stellen Varèse in der Ästhetik reiner Klang-Musik besonders nah. Kluttig nannte den Abend im Schlachthof mit Recht "Klang-Theater", denn die vielen Farben und Gesten sowohl in "Amériques" als auch in den Zappa-Werken sprechen für sich selbst. Schön, dass "Bogus Pomp" auf der einen Seite von der eher lichten Ballettmusik (zu der niemals jemand tanzte, aus gutem Grund) "Sad Jane" umrahmt wurde, auf der anderen Seite von "Strictly Genteel", wie "Bogus Pomp" ebenfalls ein Grenz-Stück einer stets auf der Kippe befindlichen Aussage. Zappa besaß Handwerk und Ideen genug, um große Orchesterpartituren niemals ins Banale oder gar Belanglose abgleiten zu lassen, der Grenzritt gelingt durchweg. Nicht nur für eine ganze Batterie von Schlagzeugern gab es am Samstag den "großen Auftritt", die Gleichberechtigung aller Instrumentalgruppen forderte in den Stücken von der Dresdner Philharmonie Äußerstes und die Musiker legten eine Spitzenleistung hin. Dem gleichzeitig mitreißenden, fordernden und kontrollierenden Dirigat Roland Kluttigs ist eine exzellente Darstellung dieser selten zu hörenden, reichlich genial zu nennenden Werke zu verdanken.