Kunde1: "Können Sie mir bitte den Kassenbon auf anderem Papier ausdrucken? Nach etwa zwei Jahren verbleichen die Bons und dann erkennt das Finanzamt den Beleg nicht mehr an. Wissen Sie, ich bin Bürokrat und das muss seine Ordnung haben."
***
Kunde2: "Früher wurde doch bei Siegesmeldungen der deutschen Wehrmacht so eine Musik gespielt. Haben Sie die da?"
Ein Holländer kam heute in den Laden und suchte Musik eines gewissen "Felix Rosengärtner".
Null im Katalog, null Google-Treffer, nix.
Ich frage nach wegen der Schreibweise, nein, alles richtig: Ro-sen-gärt-ner. Und er würde ja auch wissen dass es von dem auch Musik gäbe. Daraufhin habe ich ihn gefragt, ob er mir zu dem Herrn nicht noch mehr erzählen kann, sei das vielleicht ein Barockkomponist? (ich hatte Rosenmüller im Hinterkopf). -- "Nein, nein, nicht Barock, der hat mehr so mit Gustav Mahler zu tun" ...
Älterer, freundlicher Herr betritt den Laden.
"Guhn Tach, sagense mal, ich hab da so ein Bild bekommen."
- "?" (ich schaue fragend)
"Das ist so achtzig mal sechzig..." (zeigt mit den Armen)
(er schaut mich fragend an, ich ihn auch)
"...und nu musssch zwei Haken inde Wand schlagen, sagense mal wo krieg ich denn solche Haken?"
- "Äh, im Baumarkt? Oder mal im Karstadt versuchen?"
"Achja, dankeschön."
(verläßt den Laden)
Mehr und mehr scheint es sich als wahnwitzige Halluzination zu entpuppen, dass ich in einem CD-Fachgeschäft arbeite...
Na, was verbirgt sich hinter dem Titel dieses Beitrag? Des Tschechischen bin ich nicht mächtig, so musste Google enorm nachhelfen. Bis dann endlich klar war, dass es sich nur um das "Lied an den Mond" aus der Oper "Rusalka" von Dvorák handeln konnte.
Ähnlich haarig ging es bei einem Klarinettenwerk von Rossini zu "Variationen C-Dur" schob mir der Kunde auf einem Zettel rüber. Der Computer spuckte Introduction, Thema und Variationen für Klarinette und Orchester aus, aber das gleich in C-Dur, B-Dur und Es-Dur, dazu ein weiteres Variationswerk, das der 17jährige Rossini geschrieben haben soll. Ein Vergleich mit den Noten ergab dann, dass letzteres wirklich existiert, ersteres in B-Dur tatsächlich in Es-Dur auf der CD erklang. Was es mit der C-Dur-Bearbeitung auf sich hat, habe ich allerdings noch nicht herausgefunden
*schweißabwisch*
Und natürlich gibts den Mésicku jetzt gratis dazu: